Inhalt

Nora wird von ihrem Mann Torvald wie ein Püppchen behandelt, vor ihrer Ehe hat sie das gleiche Verhalten von ihrem Vater erfahren. Als eine Freundin, Christine Linde, zu Besuch kommt und sie um einen Job bei Torvald bittet, bricht das Kartenhaus langsam zusammen.

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Nora gesteht ihrer Freundin, dass ihr Mann eine Art Burnout hatte und sie deshalb ein Jahr verreisen mussten. Das Geld dafür hatte Nora durch ein Darlehen, für das sie die Unterschrift ihres Vaters gefälscht hat. Der Geber des Darlehens, Krogstadt, entdeckt die Wahrheit und will Nora damit erpressen. Am Schluss erfährt Torvald von dem Betrug, will sich aber aufgrund des gesellschaftlichen Ansehens nicht scheiden lassen. Er verbrennt den Schuldschein und tut so, als wäre nichts passiert. Nora erkennt nun, dass es ihrem Mann stets nur um Status und Ansehen gegangen ist und verlässt ihn und die Kinder.

Werkgeschichte

Ibsens Theaterstück entstand 1879 und schildert, wie allein schon durch den Titel erkennbar wird, die Eingeschlossenheit und Entmündigung der Protagonistin, die wie ein Vogel im goldenen Käfig oder eben wie eine Puppe im Puppenheim lebt.

Für die erste Aufführung musste der Schluss des Stücks, in dem Nora Torvald verlässt, geändert werden. Nora bleibt ihrer Kinder wegen bei der Familie. Die Änderung geschah aus Rücksicht auf die zeitgenössische Sicht auf die Ehe.

Aufführungsgeschichte

Im Dezember 1979 fand die Uraufführung in Kopenhagen statt. Die deutsche Erstaufführung folgte 1880 in Hamburg. Die erste Aufführung mit dem originalen Schluss von Ibsen wurde im gleichen Jahr in München gezeigt. Am 15. Dezember 1971 feierte das Stück am Wiener Akademietheater Premiere.

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Unter dem Titel A Doll's House kam die Adaption von Zinnie Harris 2009 ans Londoner Westend. Esther Viller oder auch Elfriede Jelinek bearbeiteten den Stoff literarisch.

Auch einige deutsche sowie amerikanische und englische Verfilmungen des Stücks wurden produziert, die erste 1923. Darunter auch eine Adaption der modernen Theaterinszenierung.

Prominente Interpreten

Ein 1973 erschienener Film mit dem Titel Nora setzte Jane Fonda in der Hauptrolle ein, David Warner spielte ihren Mann.

In Zinnie Harris' Adaption waren Gillian Anderson und Toby Stephens in den Hauptrollen zu sehen.